
Gedichte und Emslandplan
Der Wandel von einer armen, kargen Landschaft hin zu einem prosperierenden Zukunftsraum wurde auch in der Lyrik im Emsland aufgegriffen. Heimatdichterinnen und Heimatdichter setzten sich intensiv mit dem Wandel der Region auseinander. So bezeichnete Hannah Nauhaus den Wandel als „Wunder“. In ihren Zeilen geht es vor allem um die Ölförderung. Wie Gott nach der Bibel Wasser zu Wein gemacht hat, so würde er jetzt hier ein neues Wunder schaffen. Hannah Nauhaus lebte damals in Dalum, einem Ort, der besonders von der Entwicklung des Emslandplans profitierte. Hier wurde Öl gefördert und das „flüssige Gold“ machte den Ort schnell zu einem der reichsten in der Region.
Hannah Nauhaus war jedoch nicht die einzige Poetin des Emslandplans. Zahlreiche Gedichte entstanden zu dieser Zeit. Die Emsländische Landschaft lädt am 21. Januar ab 19.00 Uhr zu einer hoch- und plattdeutschen Lesung unter dem Titel „Wiet Land unner de Wulken“ im Stadtmuseum Meppen ein. Gesche Gloystein, Christian Quaing und Jan-Bernd Müller werden Texte und Gedichten aus dieser Zeit und darüber hinaus vom Moor, über den Fortschritt, über den Verlust und Gewinn von Menschen aus der Region lesen. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: https://www.stadtmuseum-meppen.de/portal/meldungen/lesung-wiet-land-unner-de-wulken-900005072-24701.html?rubrik=900000026
Gedicht: Archiv Emsländischer Heimatbund
Fotos: Gemeindearchiv Geeste



