Gründung Emsländischer Heimatverein

Gründung Emsländischer Heimatverein

Die Emslanderschließung war nicht nur ein Projekt hinsichtlich von Landwirtschaft und Infrakstrukturmaßnahmen. Den Beteiligten war klar, dass sich das Emsland auch in kultureller Sicht entwickeln sollte. Heimatpflege war wichtig in einer Zeit, als durch verschiedene Maßnahmen das „alte Emsland“ mit seinen alten Bauernhöfen, den ursprünglichen Siedlungszusammenhängen und Landschaftsmerkmalen verschwand und so eine „neue Heimat“ aufzubauen war, die auch von vielen Neubürgern geprägt wurde. Am 12.12.1952 trafen sich daher Politiker, Funktionsträger sowie Personen des öffentlichen Lebens in Meppen um den Emsländischen Heimatverein zu gründen. Erste Geschäftsführerin war Dr. Elisabeth Schlicht.
Der Heimatverein, der die Dachorganisation der Heimatpflege in den beiden Altkreisen Aschendorf-Hümmling und Meppen bildete, beschäftigte sich mit vielerlei Themen: Naturschutz, Denkmalschutz, aber auch Geschichtsforschung und Bewahrung des kulturellen Erbes. Schwerpunkt war zudem die Förderung der plattdeutschen Sprache. Der Heimatverein wandelte sich ab 1967 immer mehr zu einer Dachorganisation der nun entstehenden örtlichen Heimatvereine. Aus ihm sollte nach Gründung des Landkreises Emsland (1977) im Jahr 1979 auch die Emsländische Landschaft für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim hervorgehen (Gründungsfoto). Heimatbund und Landschaft sind bis heute Impulsgeber für Themen der Heimatpflege und des kulturellen Lebens in der Region.