Ansiedlung
Der damalige Landkreis Meppen forcierte Ansiedlungen in der Emslandplanzeit ganz geschickt, indem er vier Mal (1960, 1964, 1970, 1974) eine Broschüre mit dem Titel „Der Landkreis Meppen in der Emslanderschließung“ herausbrachte. Hier wurden anhand von Karten und Fotos die Leistungen des Emslandplans dargestellt. Auch wurde Resümee gezogen, welche Erfolge bereits erzielt werden konnten. Nach eigener Ansicht biete der Landkreis „ausgezeichnete Möglichkeiten für die Ansiedlung weiterer Industriebetriebe“. Es gäbe aufgrund der hohen Anzahl von Geburten genug Arbeitskräfte und durch die Flurbereinigungs- und Erschließungsmaßnahmen zudem auch genug freie Flächen für den Bau neuer Industrieanlagen. Zudem wurde auf die Fördermöglichkeiten durch die Emsland GmbH hingewiesen. Das beiliegende Kartenwerk sollte den Interessenten einen Eindruck vom Landkreis geben. Es geht um vorhandene Straßen, Bildungseinrichtungen, die Erdölindustrie, andere bereits vorhandene Unternehmen oder die ärztliche Versorgung. Potenziellen Investoren sollte der Landkreis schmackhaft gemacht werden. Letztmalig erschien diese Broschüre 1976, ein Jahr vor der Kreisreform, nach der dann der Landkreis Meppen im Großkreis Emsland aufgehen sollte. Der damalige Oberkreisdirektor Kolck sah in dieser letzten Broschüre daher auch einen „Rechenschaftsbericht“ des Landkreises Meppen. Sein Fazit: Meppen hätte als kleiner Kreis viel geschafft und den „Emslandplan“ gut genutzt.


