Typografisch gesetztes Gedicht 'Boom Boom Boom Bum' über den wirtschaftlichen Aufschwung des Emslandes.

Der Emslandplan in der Lyrik

Es kann nicht verwundern, dass der Emslandplan auch von Kunstschaffenden aufgegriffen wurde. Zahlreiche Literaten haben den Emslandplan als Anlass genommen, sich auf künstlerischer Weise mit den Maßnahmen und Auswirkungen auseinander zu setzen. Im heutigen Beitrag stellen wir vier Gedichte vor, in denen der Emslandplan thematisiert wird. Das bekannteste zeitgenössische Gedicht über den Emslandplan stammt aus der Feder von Maria Mönch-Tegeder. „Altes Land auf neuen Wegen“ beschreibt den Wandel, der durch den Emslandplan ausgelöst wurde. Neue Technologien ziehen in das „alte Land“ ein.

Den Wandel in der Landwirtschaft hat auch Hermann May in seinem Gedicht „Buurskupp“ aufgegriffen. Er beschreibt den Wandel hin zur Monokultur, die das bisher gewesene ländliche Leben abgelöst hatte. Manfred Rockel greift wiederum in seinen Gedichten den Emslandplan an sich auf, der zur Identitätsbildung der Region maßgeblich beigetragen hat. Das Wortspiel „Emswicklungshilfe“ zeigt die Nuancen des Programms auf. In seinem zweiten Gedicht „Boom Boom Boom Bum“ wird der wirtschaftliche Erfolg der Region dargestellt. Es gab immer nur den Weg nach oben. Das letzte „Bum“ allerdings, das die Reihe der „Booms“ fortsetzt, kann hier auch als Warnung vor einem Abstieg gewertet werden. Wer weiß, wie es weitergeht?

Manfred Rockel (* 1948)
Hermann May (* 1954)
Maria Mönch-Tegeder (1903-1980)