
Zusammenspiel der Behörden
Der Emslandplan war letztlich ohne das Zusammenspiel von verschiedenen Behörden nicht umsetzbar. Es war nicht nur die Emsland GmbH in Meppen, die sich für die Maßnahmen verantwortlich zeigte. Vielmehr haben auch andere Behörden dafür gesorgt, dass bspw. Land kultiviert, Hofstellen errichtet und Flächen entwässert werden konnten. Bei einem gut besuchten Vortrag im Stadtmuseum Meppen am 17. März stellte der Historiker und Archivleiter Dr. Thomas Brakmann dieses Zusammenspiel vor. Die meisten dieser Behörden hatten ihren Sitz in Meppen, sodass die Wege untereinander auch kurz waren. Im Jahr 1971 berichtete die Meppener Tagespost in einer mehrteiligen Serie über diese Behörden. Zu den wichtigsten Einrichtungen gehörten das Forstamt Meppen, die Emsland GmbH, die Deutsche Bauernsiedlung, die Landbauaußenstelle, die Niedersächsische Landgesellschaft mbH, die Staatliche Moorverwaltung, das Wasserwirtschaftsamt, das Kulturamt, das Wasser- und Schiffahrtsamt sowie das Bergamt. Viele Großprojekte in der Region sind durch das Zusammenspiel realisiert worden, wie bspw. der Bau der NordSüdStraße, die Errichtung der Siedlung Neugnadenfeld, der Bau des RWE Kraftwerks Hüntel oder auch die heute noch bekannten Gärtnersiedlungen Papenburg. Zum Teil wandelten sich die Aufgabenbereiche der Behörden allerdings. Hatte bspw. die Staatliche Moorverwaltung in den 1950er- und 1960er-Jahren vor allem die Moore abgetorft, um Acker- und Weideland zu schaffen, erhielt sie später den Auftrag, für die Wiedervernässung ausgewählter Moorflächen zu sorgen.



