Das Ende der Schafherden

Das Ende der Schafherden

Über Jahrhunderte gehörten die Schafherden zum Emsland wie Moor und Heide. Und noch Anfang der 50er-Jahre war die Schafhaltung ein bedeutender Faktor in der Landwirtschaft. Die genügsamen Schafe lieferten Wolle, Fleisch und Dünger. Die Bauern in den Heidegebieten hielten die Schafe in Herden, die tagsüber von einem angestellten Schäfer in der freien Landschaft gehütet wurden. Auch die Staatsgüter auf dem Schießplatzgelände hielten eigene Schafherden.
Mit der Kultivierung der Moorflächen hatte die Moorschäferei bald ein Ende. Die Heidegebiete wurden mit Kunstdünger urbar gemacht oder zu Wäldern aufgeforstet. Auch auf diesen Flächen war die traditionelle Schafhaltung jetzt nicht mehr möglich.
Mitte der 50er-Jahre waren die Schafbestände und die Anzahl der Herde schon deutlich zurückgegangen und in der Zeit um 1960 lief die Schafhaltung praktisch aus. Erst Jahrzehnte später wurden für den Naturschutz und die Landschaftspflege wieder Schafherden zur Beweidung der renaturierten Flächen eingeführt.