Musealisierung der Landschaft

Musealisierung der Landschaft

Mit dem Beschluss des Emslandplans 1950 nahm gleichzeitig die Erdölproduktion im Emsland an Fahrt auf. Mit über 1200 Bohrungen wurden die Ölfelder erschlossen und die Ölpumpen gehörten in den Fördergebieten mehrere Jahrzehnte lang zum neuen Landschaftsbild. Doch bereits 1970 war die höchste Fördermenge erreicht und ging danach kontinuierliche zurück. Viele Ölpumpen und andere Förderanlagen wurden abgebaut.
Bald begannen private Bemühungen, einzelne der gewohnten technischen Anlagen vor Ort der Nachwelt zu erhalten. Ein Bürger der Gemeinde Dalum erwarb 1997 eine der ausrangierten Ölpumpen und baute sie an einer Wegekreuzung im Ortsteil Kortheide als „Denkmalpumpe“ neu auf. Sie stammt von der 1953 angelegten und 1997 verfüllten Bohrung „Lingen 183“, gelegen etwa 300 Meter südlich vom heutigen Standort. Seit den 50er-Jahren standen hier in einem Umkreis von einem Kilometer etwa 80 solche Pumpen. Alle wurden nach dem Ende der Ölförderung abgebaut und ihre Standorte sind im Landschaftsbild heute nicht mehr sichtbar.
Die „Denkmalpumpe“ steht an einer vielgefahrenen Fahrradroute, dem „Emsradweg“. Bei Auswärtigen löst sie heute oft Verwunderung aus und erinnert mit mehreren Informationstafeln an die Zeit des „Deutschen Texas“ im Emsland, die heute längst Geschichte ist.