Straßenbau im Moor

Straßenbau im Moor

Das Emsland besaß vor 1950 nur etwa ein Drittel der durchschnittlichen Straßendichte Niedersachsens. Vor allem die Ost-West-Verbindungen fehlten oder waren nur schlecht ausgebaut. Daher wurden im Rahmen des Emslandplans über 106 Kilometer Landstraßen sowie 44 Kilometer Kreis- und Gemeindewege zu Bundesstraßen umgestuft und schrittweise ausgebaut.
Neben dem Fernverkehr verbesserte der Emslandplan auch die innere Verkehrserschließung. Kreis- und Gemeindestraße wurden ausgebaut und bis 1963 rund 2.400 Kilometer Wirtschaftswege geschaffen. Diese Wege waren zu Beginn der der 50er-Jahre noch als Sandwege für Pferdegespanne geplant. Bald ging man aber zu befestigten Wegen für den Verkehrs mit Traktoren und Landmaschinen über.
In den Moorgebieten war der Straßen- und Wegebau besonders aufwendig und teuer. Man musste das Moor und den Torf nämlich bis auf den darunterliegenden Sand ausbaggern. Die Baustelle sah dann zunächst aus, als wolle man einen Kanal schaffen. Dann wurde die ausgebaggerte Trasse mit Sand gefüllt und darauf konnte man schließlich den Unterbau und die Fahrbahn aufbringen.