Ein Künstler im Dienst des Emslandplans – Der Grafiker Karl Eberhard Nauhaus (1902 – 1992)
Nauhaus wurde als Sohn eines Missionars und Sprachforschers in Wangemannshöhe am Nyassasse in der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) geboren und erlebt dort seine Jugendzeit. 1919 kam er nach Berlin, wo er in den 20er Jahren an der Staatsschule für freie und angewandte Kunst bei Emil Orlik ausgebildet wurde. Als freischaffender Künstler lebte er vor allem von Auftragsporträts. Der Zweite Weltkrieg führte ihn als Soldaten auf viele Kriegsschauplätze Europas.
Mit dem Kriegsende gelangte Nauhaus zunächst nach Ostfriesland. Hier wurde er auf den Emslandplan aufmerksam. Seit 1951 war er als Kartenzeichner bei der Emsland-GmbH in Meppen beschäftigt. Sein 1984 veröffentlichtes Atlaswerk „Das Emsland im Ablauf der Geschichte“ stellt den Abschluss und Höhepunkt dieser jahrzehntelangen kartografischen Tätigkeit dar.
Im Zusammenhang mit der Arbeit an Kartenbildern entstanden auch seine auf den ersten Blick fast abstrakt wirkenden Landschaftsaquarelle, die auf Luftbildaufnahmen der Emsland-GmbH zurückgehen, darunter die Aquarelle „Spinne“ und der „Seiltänzer“.
Große Teile seines künstlerischen Nachlasses befinden sich im Emslandmuseum Lingen.

