
Flurbereinigungen in Sustrum
Flurbereinigungen waren eine der entscheidenden Maßnahmen, um das Emsland landwirtschaftlich voranzubringen. Das Niedersächsische Kulturamt in Meppen hat dafür in etlichen Dörfern solche Verfahren durchgeführt. Aus vielen kleineren Flurstücken wurden effizientere größere Einheiten geschaffen. Zudem wurde der Boden bearbeitet, sodass...
Emsland – Grenzland – Zukunftsland
Noch mal ein Blick auf die Emsland-Ausstellung, die vom 19. bis zum 27. Mai 1951 in Meppen unter dem Motto „Emsland – Grenzland – Zukunftsland“ stattfand und bei der die Emsland GmbH ihre Arbeit und Ziele und die von...
Schulen und Bildungswesen
Auch wenn der Emslandplan nicht direkt Schulen und das Bildungswesen gefördert hat, war das Thema in dieser Zeit drückend. Im Emsland gab es an vielen Stellen schlecht ausgebaute Dorfschulen, die Wege dorthin für die Schüler zum Teil weit. „Bei...
Breinermoor
Im Landkreis Leer waren das Overledingerland sowie das südliche Rheiderland Teil des Arbeitsgebiets der Emsland GmbH. Hier wurden Gelder für die Verbesserung der Infrastruktur und Landwirtschaft investiert. Aus den Akten der Emsland GmbH gehen viele Maßnahmen hervor, die im...
Die Organe der Emsland GmbH
Dass die Emsland GmbH die zentrale Einrichtung für die Umsetzung des Emslandplans war, ist klar. Doch wie arbeitete die Emsland GmbH und wer war für die Einleitung der Maßnahmen verantwortlich? Ein Heft mit verschiedenen Organigrammen und Schaubildern, das die...
Infrastrukturelle Erschließung
Die infrastrukturelle Erschließung des Raumes war eines der zentralen Anliegen des Emslandplanes. Hierzu gehörte insbesondere der Ausbau von Straßen und Brücken. Die alten Brücken waren an vielen Stellen nicht mehr intakt. Zum Teil waren sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt...
Nauhaus – Ein Künstler im Dienst des Emslandplans
Nauhaus wurde als Sohn eines Missionars und Sprachforschers in Wangemannshöhe am Nyassasse in der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) geboren und erlebt dort seine Jugendzeit. 1919 kam er nach Berlin, wo er in den 20er Jahren an der Staatsschule für...
Neugnadenfeld
1951 lebten in der Grafschaft Bentheim ca. 23.000 Flüchtlinge und Vertriebene – rund ein Viertel der Bevölkerung. Eine besondere Gruppe unter Ihnen war die Herrnhuter Brüdergemeine. Diese evangelische Freikirche bekam auf Vermittlung des Nds. Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf das...
Zusammenspiel der Behörden
Der Emslandplan war letztlich ohne das Zusammenspiel von verschiedenen Behörden nicht umsetzbar. Es war nicht nur die Emsland GmbH in Meppen, die sich für die Maßnahmen verantwortlich zeigte. Vielmehr haben auch andere Behörden dafür gesorgt, dass bspw. Land kultiviert, Hofstellen...
Start der legendären Wurst-Bude Asmus in Meppen
Der Emslandplan sorgte auch für die Begründung des legendären Imbisses von Georg Asmus in Meppen. Bei der Emsland-Ausstellung 1951 hatte der der Fleischermeister Georg Asmus mit seinen mobilen Bratwurstpavillons einen sensationellen Erfolg erzielt. Diese Wurstbunden erfreuten sich auf der „Emsland-Ausstellung“...
Naturschutz
Die Maßnahmen des Emslandplans, die in die Natur eingriffen, wurde von Naturschützern begleitet. Dies war im Emsland für den Regierungsbezirk Osnabrück der Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege in Osnabrück, Carl Altehage. Für den Landkreis Aschendorf-Hümmling übte Elisabeth Schlicht über viele...
Logistik
Wenn wir heute Bilder sehen, die den Mammutpflug und die Lokomobilen der Firma Ottomeyer im Einsatz zeigen, dann wird gar sofort nicht klar, was für eine große Logistik hinter dem Transport der Pflüge und Zugmaschinen steckte. Die riesigen Maschinen der...
Frühe Moorkultivierung
Die ersten Schritte zur Moorkultivierung im Emsland gab es bereits im 17. Jahrhundert. Dafür wurden nach niederländischem Vorbild Fehnsiedlungen geplant, wovon Papenburg die erste war. Der Bedarf an Torf als Heizmittel in den Städten wie Emden oder Groningen war enorm....
Mentalität
Der Emslandplan wurde von einer Mentalität getragen, die oftmals das Moor als „Feind“ ersonnen hatte. In der Werkszeitschrift „Stikker un Oplegger“ des Heseper Torfwerkes und der Torfwerk Annaveen GmbH erschien in der Ausgabe September/Oktober 1957 ein Bericht mit dem Titel...
Emslandausstellung 1951
Öffentlichkeitswirksam wurde der Auftakt zu Beginn des Emslandplans durch die Emsland-Ausstellung inszeniert. Vom 19. bis 27. Mai 1951 hatte die Emsland GmbH zu der Ausstellung „Emsland – Grenzland – Zukunftsland“ in Meppen eingeladen. Die Ausstellung sollte auf die Defizite in...
Richard Hugle
Richard Hugle war eine der Personen, die sich um die Erschließung des Emslandes besonders bemüht hat. Er war Bezirksplaner in Osnabrück und widmete sich besonders dem Emsland. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte er Pläne zur Erschließung des Emslandes...
Brückenbau
Während des Emslandplans wurde die Region infrastrukturell neu erschlossen. Neue Straßen, Brücken und Wege wurden gebaut. Mitunter mussten damit auch die Schäden des Zweiten Weltkriegs beseitigt werden, wie bei der Brücke in Steinbild. Dies war 1945 zerstört worden und wurde...
Torfabbau
Torf war in der Zeit des Emslandplans ein begehrter Rohstoff. Als Brennmaterial, aber auch für andere Produkte kann Torf genutzt werden. Unternehmen wetteiferten um Innovationen und Fördermittel der Emsland GmbH, die jedoch die Anträge aus der Privatwirtschaft in der Regel...
Flüchtlinge und Patenschaften
Neue Siedlerstellen für Flüchtlinge und Heimatvertriebene war eine der großen Forderungen zu Beginn des Emslandplans. Es wurde entsprechend Druck aufgebaut und das „Ostpreußenblatt“ titelte am 20. Oktober 1950 „Der große Emslandplan – beinahe ein Schandfleck“. Es seien nur 9 Prozent...
Aussiedlung
Dass die alten Höfe den Anforderungen der modernen Landwirtschaft nicht mehr entsprachen, machen die zahlreichen Aussiedlungsverfahren deutlich. Dafür wurden die alten Gebäude in den Dörfern abgerissen und neue Höfe außerhalb gebaut. Die Unterlagen der Deutschen Bauernsiedlung GmbH, die diese Verfahren...
Bentheimer Grenzlandausschuss
In der Nachkriegszeit hatten die Niederlande als Entschädigung für Kriegsschäden Teile Deutschlands beansprucht. Dabei wurde in der Debatte auch darauf hingewiesen, dass Deutschland seine Ödländereien bislang nicht erschlossen habe. Auf deutscher Seite formierte sich schnell Widerstand gegen die Annexionspläne. 1947...
Neues Dorf Walchumer Moor / Hasselbrock
Im Emslandplan entstanden einige neue Siedlungen, wie die Siedlung Walchumer Moor, die heute Hasselbrock heißt. Die ersten Siedler kamen 1950 in den neuzuschaffenden Ort. Dies waren Heimatvertriebene, Rückwanderer aus den Ostgebieten, aber auch Personen aus anderen Orten des Emslandes. Der...
Öl in Emlichheim
Eng verbunden mit dem Emslandplan war die Ölförderung. Einige der Ölfelder, die bis heute ausgebeutet werden, liegen in der Grafschaft Bentheim. Der Ort Emlichheim, wo 1944 erstmals Öl gefördert wurde, hat vom „schwarzen Gold“ stark profitiert. Seit den 1950er-Jahren werden...
Errichtung neuer Höfe
Die Veränderungen in der Landwirtschaft brachte mit sich, dass neue Höfe und damit neue Hofanlagen entstanden. Die Häuser, die auf den neuen Siedlerstellen gebaut wurden, waren sehr schematisch geplant worden. Es gab ein Konzept, das mehrmals an vielen Stellen im...
Die Entwicklung Wesuwes
Die Dörfer des Emslandes wurden durch den Emslandplan sehr geprägt. Über die Siedlung Wesuwe heißt es in einem Flächennutzungsplan von 1967 hinsichtlich der Dorfentwicklung: „Eine entscheidende Wendung trat in der Zeit nach dem ersten und vor allem nach dem zweiten...
Verlust von Kulturgütern
Der Emslandplan bewirkte große Veränderungen in der Landwirtschaft. Viele kleinere, seit Jahrhunderten bestehende Bauerhöfe konnten im Strukturwandel oft wirtschaftlich nicht mithalten und gaben Landbau oder Viehzucht auf. Dass Bauernhöfe jedoch mehr sind als nur reine Produktionsstätten landwirtschaftlicher Güter, wird darin...
Änderung der Landschaft
Die Folgen der Emslanderschließung waren für die Tierwelt einschneidend. Zeitungsberichte der 1950er-Jahre berichten oftmals darüber, dass bestimmte Arten aufgrund der Maßnahmen aus dem Landschaftsbild verschwanden oder ihre Futterquellen verloren. Dies betraf beispielsweise den Bienenbestand und damit auch die Imkerei. So...
Erdöl
Der Emslandplan war 1950 auch mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, die Erdölvorkommen gezielter ausbeuten zu können. 1942 war bei Geeste-Dalum ein Erdölfeld entdeckt worden und nach dem Zweiten Weltkrieg sollte die Erdölförderung richtig Fahrt aufnehmen. Die Vorkommen im...
Methoden der Moorkultivierung
Unter dem Schlagwort „Methoden der Bodenverbesserung“ hat die Emsland GmbH diese Übersicht durch den Haus-Künstler Karl Eberhard Nauhaus 1970 erstellen lassen, nachdem die größten Abtorfungen der Moore bereits geschehen waren. Der Ottomeyer-Pflug war 1972 das letzte Mal im Emsland eingesetzt....
Emsland-Stärke GmbH
Der Emslandplan bewirkte vor allem eine Transformation der Landwirtschaft. Dies wird insbesondere bei dem in der Grafschaft Bentheim angesiedelten Unternehmen „Emsland-Stärke GmbH“ deutlich. Bei der Emsland-Stärke GmbH handelt es sich um ein Unternehmen, das verschiedene Stärkeprodukte aus Kartoffeln bereitet. Nach...
Die niederländische Presse blickt auf den Emslandplan
Auf niederländischer Seite ist der Emslandplan auf Interesse gestoßen. In der Provinz Drenthe waren bereits weit vor dem Emslandplan die Moore kultiviert worden. 1950 hieß es noch in den Schlagzeilen, dass aus Angst vor der Annexion des Emslands durch die...
Flurbereinigungen
Wesentlich waren im Emslandplan die Flurbereinigungen. Diese fanden nahezu in allen Gebieten des Emslanderschließungsgebietes statt. Diese undatierte Karte des Kulturamtes in Meppen aus dem Archiv des Emsländischen Heimatbundes zeigt, wie großflächig die Vorhaben waren. Verantwortlich war dafür das Kulturamt in...
Der 40. Niedersachsentag 1959 in Nordhorn im Zeichen des Emslandplans
Vom 10. bis 13.10.1959 fand in Nordhorn der Niedersachsentag des Niedersächsischen Heimatbundes statt. Das Überthema der Versammlung war „Grenzland im Umbruch“. Wenn man heute das Programm in die Hand nimmt, wird aber neben dem Thema „Grenzland“ noch ein anderer Schwerpunkt...
Alles auf eine Karte?
Zahlreiche Karten verdeutlichen das Arbeitsgebiet der Emsland GmbH. Sie geben visuell den Erschließungs-Raum, der von Ostfriesland im Norden bis nach NRW im Süden, von der Grafschaft Bentheim im Westen bis fast zur Stadtgrenze Oldenburgs im Osten reichte, wieder. Diese Karten...
Die Grenze im Moor und das Bodenniveau
Die Grenze zwischen dem Emsland und den Niederlanden wurde im 18. Jahrhundert unter den Fürstbischöfen von Münster festgelegt und mit Grenzsteinen markiert. Das Bourtanger Moor war damals noch ein großflächiges Hochmoor, so dass man nur an wenigen Stellen überhaupt Steine...
„Tiefpflug Gigant“
Die Mammut-Pflüge Ottomeyer waren nicht für jede Moorfläche geeignet. Grund war, dass sie sehr groß waren und einige Parzellen zu klein waren. Zudem hatten sie einen langen Seilzug und der An- und Abtransport der großen Maschinen war schwierig. Unternehmen wie...
Arbeitsweise und Einsatz des „Untergrundförderers“
Schwere Maschinen prägten die Maßnahmen des Emslandplans. Dabei war es nicht nur die Firma Ottomeyer, die die zahlreichen Kultivierungsarbeiten durchführte. Eine Mitte der 1950er-Jahre herausgegebene Broschüre der Firma „Dr. Ing. Joachim Rathjens Ingenieurbauten“ aus Hamburg-Altona zeigt den Einsatz des „Untergrundförderers“....
Verlust archäologischen Kulturerbes
Die Durchführung des Emslandplanes hatte in der Grafschaft Bentheim teils erhebliche Auswirkungen auf Bodendenkmale und archäologisch relevante Fundstätten.
Die Erschließungs- und Kultivierungsmaßnahmen erfolgten in einer Region, in der Menschen seit Jahrtausenden gelebt und gewirkt hatten. Selbst aus vorgeschichtlicher Zeit sind...
Film ab!
Der Emslandplan in Bild und zum Teil auch in Ton kann über das NDR-Archiv in der ARD-Mediathek (https://www.ardmediathek.de/ndr/ndr-retro) recherchiert werden. Viele bekannte Motive, wie der Einsatz des Ottomeyer-Pflugs kommen hier vor und zeigen damit eindrücklich, wie der...
Torfgewinnung
Die Torfgewinnung in mühsamer Handarbeit verlor durch den Emslandplan mehr und mehr an Bedeutung. Die maschinelle Abtorfung großer Flächen wurde in den 1950er Jahren zum Standard. Der Torf konnte als wertvoller Rohstoff gut vermarktet werden, etwa in Form von Gartendünger....
Flurbereinigung
Im Rahmen des Emslandplans wurden nicht nur neue Bauerndörfer und Siedlungen auf den kultivierten Gebieten im Moor neu angelegt, sondern auch die Struktur der bereits bestehenden Dörfer und die umgebende Agrarlandschaften wurde planmäßig umgestaltet.
Diesem Zweck diente insbesondere die sogenannte...
Neue Wälder
Auch die Waldentwicklung war ein wichtiges Ziel des Emslandplans. Die Aufforstung, also Anpflanzung von Bäumen, diente dabei vor allem dem Windschutz. Wälder sollten die neu gewonnenen Ackerflächen gegen Verwehungen sichern. Insgesamt wurden im Erschließungsgebiet des Emslandplans etwa 18.000 ha Fläche...
Die DEULA und die Mechanisierung der Landwirtschaft
1926 wurde wegen des zunehmenden Einsatzes von Maschinen und Traktoren in der Landwirtschaf in Zeesen bei Berlin die DEULA (Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik) gegründet. Die Ausbildung erfolgte hauptsächlich durch „Wanderlehrzüge“, die von Berlin aus eingesetzt wurden.
Nach dem Ende des...
Mehr Licht auf’m Land – und tschüss, Petroleumlampe!
Typisch war früher die Petroleumlampe in den Bauernhäusern der Grafschaft Bentheim. Dabei hatte die Versorgung mit Strom hier eigentlich schon 1896 mit dem ersten E-Werk in Schüttorf begonnen. Auch in Nordhorn 1898 entstand ein Gaswerk, das hauptsächlich Leuchtgas herstellte. Nach...
Ansiedlung
Der damalige Landkreis Meppen forcierte Ansiedlungen in der Emslandplanzeit ganz geschickt, indem er vier Mal (1960, 1964, 1970, 1974) eine Broschüre mit dem Titel „Der Landkreis Meppen in der Emslanderschließung“ herausbrachte. Hier wurden anhand von Karten und Fotos die Leistungen...
Straßenbau im Moor
Das Emsland besaß vor 1950 nur etwa ein Drittel der durchschnittlichen Straßendichte Niedersachsens. Vor allem die Ost-West-Verbindungen fehlten oder waren nur schlecht ausgebaut. Daher wurden im Rahmen des Emslandplans über 106 Kilometer Landstraßen sowie 44 Kilometer Kreis- und Gemeindewege zu...
Emslandplan macht Schule(n)
Der Neubau von Schulen stand nicht direkt im Aufgabenbereich des Emslandplans. Doch die Gelder aus dem Förderprogramm entlasteten viele Gemeinden in der Grafschaft Bentheim erheblich und machten so indirekt Mittel für neue Schulen frei. Diese Neubauten waren vielerorts auch dringend...
Gründung Emsländischer Heimatverein
Die Emslanderschließung war nicht nur ein Projekt hinsichtlich von Landwirtschaft und Infrastrukturmaßnahmen. Den Beteiligten war klar, dass sich das Emsland auch in kultureller Sicht entwickeln sollte. Heimatpflege war wichtig in einer Zeit, als durch verschiedene Maßnahmen das „alte Emsland“ mit...
Denkmalschutz in Neuenhaus?
Die Maßnahmen des Emslandplanes hatten in der Grafschaft Bentheim teils erhebliche Auswirkungen auf die historische Bausubstanz. Denn die Maßnahmen erfolgten in einer Region, in der Menschen seit Jahrhunderten gelebt und gewirkt hatten. Aus den unterschiedlichsten Zeitepochen war bauhistorisches Erbe erhalten...
Das Emsland-Jahrbuch
Wie kaum ein anderes Printmedium hat das Jahrbuch den Emslandplan publizistisch begleitet. Maßnahmen, Vorhaben und Ergebnisse der Emslanderschließung wurden hier dargestellt. Der erste Vorsitzende des Emsländischen Heimatbundes, Dr. Josef Stecker, formulierte es 1953 im Vorwort zur ersten Ausgabe so: „Das...
Das Ende der Schafherden
Über Jahrhunderte gehörten die Schafherden zum Emsland wie Moor und Heide. Und noch Anfang der 50er-Jahre war die Schafhaltung ein bedeutender Faktor in der Landwirtschaft. Die genügsamen Schafe lieferten Wolle, Fleisch und Dünger. Die Bauern in den Heidegebieten hielten die...
Land unter in Nordhorn
Zu den Schwerpunkten des Emslandplans bis etwa 1965 gehörten die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen. In der Grafschaft Bentheim betraf dies vor allem die Begradigung der Vechte. Doch warum wurde die Flussregulierung als dringend notwendig erachtet?
Der Hochwasserschutz war in unserer Region einer...
Umgestaltung der Landschaft
Wer vor dem Beginn der Maßnahmen der Emsland GmbH sowie heute durchs Emsland und die Grafschaft Bentheim geht, würde das Land kaum wiedererkennen. Das Gebiet wurde durch den Einsatz von Mammutpflügen und den weiteren zahlreichen Erschließungsmaßnahmen nahezu komplett neugestaltet. Es...
Raffinerie Lingen-Holthausen war größte Industrieanlage der Nachkriegszeit
Im Kriegsjahr 1942 hatte man das Erdölfeld Lingen in der Nähe der Ems entdeckt. Bald kamen Ölfunde in der Grafschaft Bentheim und im Emslandmoor hinzu. Für das schwere Rohöl aus diesen Feldern muss eine Raffinerie errichtet werden. Als Standort wählte...
Straßen- und Wegebau in der Grafschaft Bentheim
Besonders in der Niedergrafschaft Bentheim waren die Straßenverhältnisse seit alters her mehr als dürftig. Zwischen den Dörfern bestanden bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg kaum vernünftig befestigte Straßen. Der Emslandplan nahm die Verbesserung dieser Verhältnisse zum Ziel – Straßenbaufirmen bekamen...
Umbau der Dörfer
Der Emslandplan hatte einen Umbau der Dörfer zur Folge. Alte, historische und über hunderte von Jahren gewachsene Bausubstanz verschwand in vielen Dörfern in nur wenigen Dekaden. Höfe wurden aus den Dorfkernen „ausgesiedelt“ und neue landwirtschaftliche Betriebe im Umfeld der Dörfer...
Die „Schachtbau“ in Lingen
Die „Deutsche Schachtbau- und Tiefbohrgesellschaft“ (DST) mit Sitz in Salzgitter entdeckte Anfang der 1940er-Jahre bei Bohrungen im Erdölfeld Dalum nördlich von Lingen die ersten nutzbaren Ölvorkommen der Region. Wegen der schwierigen Wegeverhältnisse in den Moorgebieten konnten die Lagerstätten jedoch zunächst...
Erdölförderung im Moor
Schon während des Zweiten Weltkriegs hatte man im Emsland Erdöl entdeckt, das aber unter den Bedingungen der Kriegswirtschaft im unwegsamen Moor nur schwer zu fördern war. Nach Kriegsende stellten die Niederländer bald Gebietsforderungen, bei denen es auch um das Erdöl...
Beseitigung von Ödlandflächen
Beseitigung von Ödlandflächen – besonders in der Niedergrafschaft Bentheim – war ein Schwerpunkt des Emslandplans. Die gewaltigen Ottomeyer-Lokomobile und -Pflüge kamen in den 1950er Jahren etwa in Getelo oder Itterbeck zum Einsatz. Der Größenvergleich mit einem PKW verdeutlichte die Dimensionen...
Tourismus
Mit der (land-)wirtschaftlichen Erschließung des Emslandes entwickelte sich das Emsland zu einer Touristenregion. Die ehemals als öde geltenden Weiten wurden nun aufgewertet, indem sie Reisenden Ruhe und Ausgleich zum Leben in den Großstädten boten. Besonders der Hümmling galt dabei prädestiniert,...
Flussregulierung
Das viele Wasser war eines der Hauptprobleme im Emsland. Die Flüsse Ems, Vechte, Hase und Dinkel waren träge Tieflandgewässer mit zahlreichen Flussschleifen und weitgehend unbefestigten Ufern. In jedem Frühjahr drohten Überschwemmungen mit Schäden für die Landwirtschaft. In der gesamten Region...
Kreistag Grafschaft Bentheim begutachtet Emslandplan
Von den Erfolgen des Emslandplans wollte sich im Mai 1961 der Kreistag der Grafschaft Bentheim überzeugen. Die Fortschritte, etwa bei der Neuanlage des Ortes Füchtenfeld bei Wietmarschen beeindruckten die Politiker sehr. Bei der Bereisung der Niedergrafschaft, bemerkte man überdies die...
Heimathaus Emsland
Im Zuge der Emslanderschließung war die Frage nach der „Heimat“ und dem Verlust von seit Jahrhunderten bestehenden Strukturen häufiges Thema. In Meppen hatte sich daher 1952 der Emsländische Heimatverein (ab 1967: Heimatbund) gegründet. Dieser stand in engem Austausch mit der...
Trinkwasserversorgung
Die meisten Haushalte im Emsland versorgten sich 1950 noch durch Brunnenwasser aus Hausbrunnen. Oft war deren Zustand mangelhaft: Abdeckungen fehlten, das Wasser war nicht sauber und die Pumpen mussten häufig noch von Hand betrieben werden.Grundwasser war in ausreichender Menge vorhanden,...
Bericht in der Grafschaft Bentheim
Über die Verabschiedung des Emslandplans am 05.05.1950 wurde auch in der Grafschaft Bentheim groß berichtet. Im Februar 1951 kam der Direktor der Emsland GmbH, J. D. Lauenstein, nach Nordhorn. Mit der Kreisverwaltung besprach man den Zehnjahresplan für die Grafschaft. Die...
Elisabeth Schlicht
Wenn man wie beim Emslandplan anfängt, mit Pflügen in die Tiefe zu gehen und die Landschaft komplett umzugestalten, stellt sich die Frage, wie man mit den dort bereits befindlichen menschlichen Spuren umzugehen hat. Von Anfang an war bei der Emsland...
Moordämmerung
Viele Ältere verbinden mit dem Emslandplan eigene Erinnerung an den Film „Moordämmerung“, den der Filmautor Hanz Weiszbach 1952 im Auftrag des damaligen „Bundesministeriums für den Marshallplan“ mit der „Neuen Deutschen Wochenschau“ produzierte.Parallel zum Film gab die Emsland-GmbH 1953 ein Buch...
Grenzverschiebung?
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden politische Stimmen aus den Niederlanden laut, die eine Verschiebung der deutschen Grenze Richtung Osten forderten – teilweise bis zur Weser. Dies hätte das territoriale Ende der Grafschaft Bentheim bedeutet. Damit sollte im Krieg begangenes Unrecht,...
Johann Dietrich Lauenstein
Johann Dietrich Lauenstein war die prägende Person der ersten Phase des Emslandplanes (1951-1963). Seit 1950 war er Sonderbeauftragter fürs Emsland, 1951 wurde er Geschäftsführer der Emsland GmbH. Lauenstein hat selbst diesen Posten als „Krönung seiner Lebensarbeit“ angesehen.
Geboren wurde er...
Landwirtschaft um 1950
Der Emslandplan ermöglichte den Umbruch von der traditionellen Landwirtschaft mit Muskelkraft in Kleinbetrieben zu leistungsfähigen und hochtechnisierten Agrarunternehmen.In den Kriegs- und Nachkriegsjahren hatte die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichenden Nahrungsmitteln für die Landwirtschaft oberste Priorität. Gleichzeitig waren Düngemittel und Maschinen...
Die staatlich Deutsche Ödland Kulturgesellschaft (Dökult)
In der Grafschaft Bentheim fanden schon lange vor dem Emslandplan Bodenverbesserungen und Ödlandkultivierungen statt. Verantwortlich war hierfür die staatlich Deutsche Ödland Kulturgesellschaft (Dökult). Ab Mitte der 1920er Jahre wurde etwa nach der Markenteilung das 709 ha große Hestruper Feld bei...
Die Emsland GmbH
Für die Durchführung des Emslandplanes wurde 1951 die Emsland GmbH gegründet. Sie hatte ihren Sitz in Meppen. Zunächst befanden sich die Büros kurz im damaligen Kreishaus (Fritz-Höger-Haus, heute Polizei). Danach zog die Emsland GmbH für gut zwanzig Jahre in die...
Heinrich Eckstein
Bundestagsabgeordneter Heinrich Eckstein (1907-1992) – Vater des Emslandplans. Der gebürtige Bauernsohn aus Oberfranken lernte Landwirtschaft und arbeitete auf Betrieben in ganz Deutschland. Mitte der 30er-Jahre trat er in den Dienst des Grafen von Galen auf Gut Beversundern. In dieser Zeit...
Emslanderschließungsgebiet
Als der Emslandplan 1951 losging, wurde unter dem Begriff „Emsland“ ein größeres Gebiet als der heutige Landkreis Emsland verstanden. Dazu gehörten vor allem die drei Vorgängerlandkreise Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen, sowie die Grafschaft Bentheim. Insgesamt wirkte die Emsland GmbH in...
Bundestagsbeschluss Emslandplan
Am 5. Mai beschloss der Deutsche Bundestag einstimmig den Antrag der Abgeordneten Heinrich Eckstein und Ben Povel über die „Erschließung der Ödländereien des Emslandes“. Damit war der Emslandplan geboren. 2025 und 2026 wird das Jubiläum im Emsland groß gefeiert. Dieser...

Ansiedlung
Der damalige Landkreis Meppen forcierte Ansiedlungen in der Emslandplanzeit ganz geschickt, indem er vier Mal (1960, 1964, 1970, 1974) eine Broschüre mit dem Titel „Der Landkreis Meppen in der Emslanderschließung“ herausbrachte. Hier wurden anhand von Karten und Fotos die Leistungen...
Osnabrück-Tage 1977
Kurz vor der Gründung des Landkreises Emsland gab es für die Emsland GmbH und die vier „Altkreise“ noch einmal die Möglichkeit, sich zu repräsentieren. Als vom 6. bis 14. Mai 1977 die Osnabrück-Tage stattfanden, war das Emsland – damals...
Ende des Emslandplans
Der Emslandplan dauerte von 1950 bis 1989. Bis 1991 wurde die Emsland GmbH abgewickelt. Bei der Feier anlässlich der Auflösung der Emsland GmbH fasste der damalige Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke den Emslandplan wie folgt zusammen: „Es tut gut, auch einmal feststellen...
Zahlen, Daten, Fakten
Der Emslandplan war immer ein Zahlenspiel. Wie viele Gelder kamen in die Region, wo wurden diese investiert und wofür? Dabei war zwischen den einzelnen Landkreisen ein gewisser Proporz eingehalten worden. So wurden im Jahr 1971 Ausgaben getätigt an die Landkreise:...
Der Emslandplan in der Lyrik
Es kann nicht verwundern, dass der Emslandplan auch von Kunstschaffenden aufgegriffen wurde. Zahlreiche Literaten haben den Emslandplan als Anlass genommen, sich auf künstlerischer Weise mit den Maßnahmen und Auswirkungen auseinander zu setzen. Im heutigen Beitrag stellen wir vier Gedichte vor,...
Lingen und das Öl
Die Stadt Lingen ist heute ohne die Raffinerie nicht zu denken. Von der B 70 aus sieht jeder Autofahrer den Turm mit der Flamme. Dass die Raffinerie vor allem aber eine spannende Geschichte hat und im Zuge der Emslanderschließung gebaut...
Transrapid
Kaum eine Technologie wird so oft mit dem Emslandplan in Verbindung gebracht wie der Transrapid. Die Magnetschwebebahn mit ihrer Teststrecke in Lathen steht vor allem für den Aufbruch zu neuen Technologien in der sogenannten „3. Phase“ des Emslandplans. Der damalige...
Gemüse und Blumen von der Ems
In vielen Supermärkten und Discountern der Region findet man in der Gemüseabteilung häufig Gurken, Tomaten und Salate sowie andere Gemüsesorten mit der Herkunftsangabe „Gartenbauzentrale eG“. Heute sind die Betriebe in Papenburg und Umgebung auf dem Markt etabliert. Ihren Ursprung hatte...
Ölfelder beiderseits der Grenze
Auf der Grenze zwischen dem Emsland und den Niederlanden stehen nicht nur Staatsgrenzsteine aus drei Jahrhunderten, sondern auch andere Markierungen.
1948 erhielt der Erdölkonzern NAM (Nederlandse Aardolie Maatschaappij) die Konzession zur Förderung von Erdöl in den Provinzen Drenthe und Groningen....
Spuren in der Landschaft – Hasselbrock
Es war ein erklärtes Ziel der Planungen, dass die neuen Siedlungen im Moor nach einer Generation in ihrem Landschaftsbild von den Dörfern im Altsiedelland äußerlich nicht mehr zu unterschieden sein sollten.
Die Süd-Nord-Straße, die damals durch eine öde Moorlandschaft führte,...
Kirchen im Moor
Bei der Planung der neuen Dörfer im Moor wurden in den Ortskernen auch Standorte für Kirchen, Pfarrhäuser und Gemeindeeinrichtungen vorgesehen. In den 50er- und 60er-Jahren entstanden dort zahlreiche Dorfkirchen.
Ein besonderes Beispiel ist die kleine katholische Kirche „Heilige Familie“ in...
„unmarking the space“
Erstmals hat die Emsländische Landschaft e.V. ihr Künstlerstipendium im Jahr 2024 thematisch ausgeschrieben und aus Anlass des 75. Jubiläums des Emslandplans dieses bahnbrechende Transformationsprojekt zum Gegenstand künstlerischer Forschung gemacht. Die Preisträger des neunten Künstlerstipendiums der Emsländischen Landschaft, das deutsch-japanische Künstlerpaar...
Zum Ruhestand von Johann Dietrich Lauenstein
Als der erste Geschäftsführer der Emsland GmbH, Johann Dietrich Lauenstein, 1963 in Ruhestand ging, wurde er nicht offiziell verabschiedet. Die beteiligten Landkreise haben ihm dafür Dankschreiben nach Göttingen überstellen lassen, wo er seinen Ruhestand verbringen wollte. In diesen Schreiben wurden...
„Grenzland und Zukunftsraum“
Häufig wird gefragt, was die Grafschaft Bentheim nun mit dem Emslandplan zu tun hat. Die Antwort ist: viel! Und was alles könnt Ihr in der Ausstellung „Grenzland und Zukunftsraum“ des Kreis- und Kommunalarchivs sehen und nachlesen. Noch bis 18.07. habt...
Emslandplan goes international!
Weitblick hatte die Emsland GmbH bewiesen mit ihrer englischsprachigen Werbeanzeige zum Emslandplan. Diese war 1970 in der Financial Times und wenig später auch in skandinavischen Zeitungen erschienen. Angeblich habe es nach drei Tagen bereits Anfragen britischer Unternehmen gegeben. Ein Hotelier...
30 Jahre neues Emsland
1980 war die erste Phase des Emslandplanes mit der Kultivierung der Moore und der Anlage neuer Siedlerdörfer längst vorüber. Doch längst zeichneten sich neue Probleme ab: viele kleinbäuerlich strukturierte Bauernhöfe im Emsland waren auf dem gemeinsamen Agrarmarkt der EWG nicht...
Ein Bohrturm als Denkmal
Schon längst wird im Ölfeld Dalum nicht mehr nach Erdöl gebohrt und in der einstigen Metropole der emsländischen Ölförderung verschwinden auch die letzten Ölpumpen und Aufbereitungsanlagen allmählich aus dem Landschaftsbild.
Um die Erinnerung an das Zeitalter des Ölbooms lebendig zu...
Gerhard Hugenberg
Geschäftsführer der Emsland GmbH in der sog. „3. Phase“ des Emslandplanes war Gerhard Hugenberg. Er war auf Georg Sperl gefolgt, der 1971 im Amt verstorben war. Hugenberg war 1928 in Durchhorn (damals Kreis Bersenbrück) geboren worden, wuchs aber in Meppen...
Emslandplan: Für ein gemeinsames Europa!
Im August 1961 konnte die neue Brücke über die Grenzaa zwischen Schoonebeek (NL) und Emlichheim (D) eröffnet werden. Im Rahmen der gemeinsamen „Bohrturmwanderung“ nahmen mehr als 4.000 Menschen aus beiden Ländern teil. Bei der Gelegenheit wurde dem Geschäftsführer der Emsland...
Die Emsland-Osnabrück-Tage 1968
Vom 17. bis 25. Mai 1968 fanden die Emsland-Osnabrück-Tage statt, die vom Emsländischen Heimatbund mit den Heimatvereinen der damaligen drei Kreise, dem Heimatverein für die Grafschaft Bentheim sowie dem Verkehrsverein Stadt und Land Osnabrück organisiert wurden. In etlichen Ortschaften und...
Das Emsland von morgen
Mit dem Emslandplan wurde ein „neues Emsland“ geschaffen. Eindrückliches Zeugnis dieser Wahrnehmung ist die Ausgabe Januar 1972 des Magazins „Wirtschaft und Standort“. Dort stellte sich „das neue Emsland“ vor. Strukturpolitik, Verkehr, Energie, Branchen waren die Kernkapitel. Hier sah man sich...
Musealisierung der Landschaft
Mit dem Beschluss des Emslandplans 1950 nahm gleichzeitig die Erdölproduktion im Emsland an Fahrt auf. Mit über 1200 Bohrungen wurden die Ölfelder erschlossen und die Ölpumpen gehörten in den Fördergebieten mehrere Jahrzehnte lang zum neuen Landschaftsbild. Doch bereits 1970 war...
Georg Sperl
Die Emsland GmbH wurde vor allem über ihre Geschäftsführer wahrgenommen. Georg Sperl folgte 1963 dem Gründungsdirektor Johann Dietrich Lauenstein. Sperl war geboren am 31.12.1910 in Klein Mühlingen (Sachsen-Anhalt). Er studierte Geodäsie von 1930 bis 1933 an der Technischen Hochschule in...






















































































































































































































































































































































































































































































































